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Ein Raum für Kunst

Im Wohnstift Beethoven sind Bewohner und Besucher von Kunst umgeben. Ob in den Gemeinschafts- oder Veranstaltungsräumen, den Wegen innerhalb des Hauses, dem Restaurant oder etwa der Kapelle:In jedem öffentlichen Bereich prägen neben der geschmackvollen Innenarchitektur eindrucksvolle Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle sowie Skulpturen und Objekte das Ambiente. 

Der größte Teil der ständig zu sehenden Exponate zählt zum wertvollen Bestand des Hauses. Er ist über die Jahrzehnte zusammengekommen aus eigenen Ankäufen, aus Schenkungen oder aus Stiftungen. Manches Stück stammt aus dem Kreis der Bewohner, deren Wohnungen im einzelnen wie insgesamt ihrerseits einen Hort für Kunst darstellen.

Wechselnde Ausstellungen

Regelmäßig ist das Wohnstift Beethoven darüber hinaus Gastgeber für zeitgenössische Künstler und ihre Werke sowie von Kunsthandwerkern, gelegentlich auch für naturwissenschaftliche Präsentationen.

Mit ihrem gehörigen Werkkatalog tragen zum Ausstellungsangebot auch immer wieder etablierte Künstlerinnen und Künstler bei, die sich für das Wohnstift Beethoven als ihr Zuhause entschieden haben. Ebenfalls so manche kreative Persönlichkeit, die erst seit sie hier eingezogen ist – womöglich in einem unserer öffentlichen Malkurse –, ihr Talent entdeckt oder zur Reife entwickelt hat.

Bildende Kunst schließt im Wohnstift Beethoven einen Kreis. Sie dokumentiert einerseits eine breite Palette schöpferischer Ausdrucksweise, andererseits ermutigt sie immer wieder zu Neuem. 

 

Ausstellungen im Wohnstift Beethoven

 




Naturfotografie aus der Ahreifel von Wilfried Freischem

Ausstellung bis zum 27. Mai 2018

 

 

 

Wildschweinrotten und röhrende Hirsche

„Wehe, dem armen Wicht, der vor Einbruch der Nacht keine Herberge gefunden hat“, das schrieb einst ein unbekannter Dichter über die Ahreifel. Die Zeit hat sich verändert, aber dennoch ist die Eifel auch heute noch ein weitgehend unberührtes Stück Natur. Zwar fährten Bär und Wolf nicht mehr durch die Ahrwälder, aber noch immer röhrt der rote Hirsch seinen tiefen Bass in die kalte und sternenklare Herbstnacht. Wildschweinrotten ziehen nächtens über hohe Felsen. An hellen Tagen zieht der Schwarzstorch seine Kreise unter blauem Himmel, Fuchs und Wildkatze äugen mit ihren scharfen Sehern nach Beute und die Sonne glitzert in dem klaren Wasser der mal tobenden mal sanft dahin plätschernden Ahr. Jede Generation hat dieses wertvolle Erbe an ihre Nachkommen weitergegeben. So hat sich über die Jahrhunderte eine Artenvielfalt erhalten können, wie sie nur noch selten in unserem Land anzutreffen ist.

Szenen aus dieser Flora und Fauna hat Wilfried Freischem über viele Jahre hindurch in Fotografien festgehalten, die jetzt in einer kleinen Auswahl im Wohnstift Beethoven zu sehen sind.

Der heute 75jährige Fotograf, ehemals selbstständiger Raumausstatter, ging in jungen Jahren bereits auf Jagd in der Eifel. Denn er stammt mütterlicherseits aus einer Familie mit etlichen Förstern und Jägern. Sein zweites Hobby, die Fotografie, faszinierte ihn dann am Ende aber doch stärker und so tauschte er das Gewehr gegen die Kamera. Seine Freude und das vielfältige Wissen von den Tieren und der Naturlandschaft – gepaart mit der Geduld des Jägers – verhelfen ihm dazu, die Ruhe des Waldes in wundervollen Fotografien einzufangen.

 

 



 

Oktober 2017 – Januar 2018

„Ein ganzes Jahrhundert”


Das Wohnstift Beethoven präsentiert "Galerie der Hundertjährigen" und weitere Arbeiten von Carola Paschold

Das Wohnstift Beethoven in Bornheim eröffnet am 27. Oktober 2017 um 16 Uhr eine neue Ausstellung. Gezeigt werden Portraits aller Bewohner, die ihren 100. Geburtstag im Stift gefeiert haben, sowie ausgesuchte Arbeiten der Düsseldorfer Künstlerin Carola Paschold.

Ausgangspunkt der Werkreihe ist die Idee, die Lebensleistung der Hundertjährigen im Hause besonders zu würdigen und sichtbar zu machen. Diesen Bewohnern, die teils noch aktiv an Veranstaltungen teilhaben oder sie gar selbst maßgeblich mitgestalten, soll eine besondere Anerkennung zukommen. Auch jene, die bereits verstorben sind, werden in Erinnerung gebracht durch diese Portraits. Die Ausstellung ist an einem zentralen Ort der Kommunikation, der sogenannten "Brücke", platziert, auf der sich die Bewohner täglich begegnen.
Geschäftsführer Max H. Nübel ist begeistert, denn es ist ihm ein besonderes Anliegen, dass die "Galerie der Hundertjährigen" nun mit einer namhaften Künstlerin verwirklicht wurde. Er, der selbst seit mehr als 30 Jahren das Stift leitet, kennt alle neun Portraitierten und kann daher bestens beurteilen, ob die Menschen gut getroffen sind.


Carola Paschold zeigt neben den Portraits der Hundertjährigen weitere Arbeiten ihres Werkes sowie Portraits bekannter Persönlichkeiten – zum Beispiel von Angela Merkel. Diese Arbeiten werden zugunsten eines Jugendprojekts in Zusammenarbeit mit dem Bornheimer Rotary Club verkauft. Der Erlös fließt an Kindergärten in Bornheim und Swisttal und wird in sogenannte "Mathe Kisten" investiert. Diese leisten auf spielerische Art und Weise gute Dienste beim Erkennen von Mengen und Zahlen sowie bei der Entwicklung weiterer Fähigkeiten der Kinder.

Carola Paschold ist in Rheydt bei Mönchengladbach geboren, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Die Diplom-Designerin hat an der Hochschule Düsseldorf Design mit dem Schwerpunkt Illustration studiert und ist seit 1998 als professionelle, bildende Künstlerin bei der IGBK in Berlin anerkannt. Im Künstlerverein Malkasten Düsseldorf, im BBK Düsseldorf sowie in der GEDOK A 46 ist sie seit Jahren Mitglied, und sie wurde in das Künstlerverzeichnis der Stadt Düsseldorf aufgenommen. Zahlreiche Ausstellungen und Kunstmessen in den vergangenen Jahren zeigen ihre künstlerische Aktivität.
Eine Einführung in das Werk der Künstlerin wird bei der Vernissage die Kunsthistorikerin Dr. Klaudia Nebelin, Kulturreferentin des Wohnstifts Beethoven geben. Sie beschäftigt sich seit Jahren mit Bildender Kunst, war für Museen sowie den GABRIELE MÜNTER PREIS (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) tätig.

 

Frau E.

Herr R.

Frau H.

Frau Se.

Herr G.

Öl auf Leinwand, B 30 cm x H 40 cm, 2017




März 2017

Keramik von Karin Kollmeier
Digitale Kunst von Evelyn Geissler

Zwei Damen ziehen in unser Stift. Sie haben sich noch nie zuvor gesehen; in ihrem jeweiligen Berufsfeld wäre das auch unwahrscheinlich gewesen: Die eine, Karin Kollmeier war Richterin, die andere, Evelyn Geissler ist Verlagskauffrau. Beide eint, dass sie ihr Leben lang kreativ waren. Und da schien es nur eine Frage der Zeit, wann sich die beiden Künstlerinnen in unserem Hause begegneten und anfreundeten. Flugs wurde geplant, organisiert und gemeinsam mit Frau Dr. Nebelin das Ausstellungskonzept realisiert. Entstanden ist dabei eine Ausstellung, die zwei ganz unterschiedliche Kunstrichtungen und Künstlerinnen auf eine wunderbare Weise zusammenbringt:

Frau Kollmeier besuchte Keramikkurse, nahm Unterricht an der Europäischen Kunsthochschule in Trier und im Töpferstudio Aisslinger in Köln. Ton ist ihre Leidenschaft und, ja so erstaunlich es auf Anhieb klingen mag: Porzellanscherben. Viele ihrer Skulpturen tragen sie in sich. Der besondere Reiz: Unweigerlich versucht man, das Porzellan zu identifizieren. Und man findet und erinnert sich an die Geschichten, die dahinter stecken: Den Hahn aus den Zeiten des Kinderporzellans, das zarte Rosenthal- und KPM-Porzellan mit den feinen Blüten findet sich bei den Tänzerinnen wieder... Frau Kollmeier zeigt aber auch reine Ton-Skulpturen, Vasen und Schalen in der Ausstellung. Da bieten sich Katzen zum Streicheln an und die kleinen, süssen Vögelchen im Nest möchte man am liebsten füttern, so verblüffend echt sehen sie aus!

Für Frau Geissler, als Verlegerin, gehörte der Umgang mit Computern und Softwareprogrammen für Grafik und Layout zum Tagesgeschäft. Im Einzelunterricht mit entsprechenden Experten bildete sie sich stets weiter und interessierte sich im Laufe der Zeit immer mehr für künstlerische Gestaltung. Sie begann zunächst mit Malprogrammen abstrakte Bilder zu machen, dann ging sie weiter zu Fotomontagen und schließlich – durch Kombination unterschiedlicherProgramme – verwandelte sie Fotos in Aquarelle. Nach Ausdruck auf schwerem Büttenpapier sehen sie wie handgemalt aus. Die Vorlagen sind eigene Fotos, freie Fotos aus dem Internet und Fotos von unserem Mitbewohner Herrn Esser, der die schönsten Seiten unseres Parks zu jeder Jahreszeit festgehalten hat. Zum Teil bearbeitet sie die Originale vor der Umsetzung. Dafür kombiniert sie Ausschnitte aus verschiedenen Fotos in einem Bild oder malt zusätzliche Elemente in ein Foto. „Digitale Kunst” – also computergenerierte Kunst – ist der Fachbegriff hierfür. Die Kooperationsidee mit Frau Kollmeier lag nahe: Deren Skulpturen finden sich zum Teil in den Aquarellen wieder.

Schon Tage vor der Vernissage wurden unsere Bewohner neugierig gemacht: Mächtige Stelen wurden aufgestellt, die Zeichnungen von Herrn Müller-Haneldt verschwanden. Dementsprechend groß war dann auch das Interesse am Tag der Vernissage im oberen Foyer.

Alfred Koutny am Klavier und Herr Terres an der Trompete sorgten für den musikalischen Rahmen,der alle Besucher in beschwingte Stimmung brachte, und mit einem Gläschen Sekt zog die interessierteZuschauerschar – nebst Presse – auf dieBrücke, ließ sich von den Künstlerinnen die Techniken erklären und war begeistert. Fazit: Ein rundum gelungener Auftakt unseres Ausstellungsjahres 2017!

 

 

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Sylvia Fischer
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